Eine sensible Zeit
- Jana Fiege
- 20. Jan.
- 1 Min. Lesezeit
Vielleicht kennst du das Gefühl. Du hast dich verbrannt und die Wunde heilt langsam. Jeder Windhauch, jede Berührung, jeder noch so kleine Reiz lassen dich zusammenzucken und gehen durch Mark und Bein. So ungefähr fühlt es sich an momentan. Für viele von uns. Eine sensible Zeit, in der vieles was bisher als ganz normaler Akt des Alltags galt, zur Herausforderung werden kann. Es ist schnell und laut, das Außen. Ich habe es kurz nach dem Start den neuen Jahres bemerkt. Meine Antennen sind weitaus fein gestimmter als je zuvor - auf jedes Geräusch, jedes Wort, jede versteckte Emotion, jede energetische Verzerrung. Alles ist verstärkt. Eine neue Energiequalität ist da, das ist eindeutig. Und die Geschwindigkeit, die Frequenz, die feine durchdringende
Qualität, die ich wahrnehme, bohrt sich regelrecht hinein in die tiefsten Schichten. Unsere Systeme sind ordentlich gefordert. Vielleicht nimmst du diese Reizbarkeit auch in dir wahr, diesen unausweichlichen Druck. Was berührt es in dir? Deine Lebendigkeit, dein Feuer, deine Lebenslust? Deine Ängste, Schmerzen, deine tiefsten Wunden? Oder alles gleichzeitig?
Mehr denn je braucht es unsere innere Stabilität, um von dieser neuen Energie nicht überwältigt zu werden. Und gleichzeitig die absolute Hingabe und Vertrauen, dass wir uns im Übergang zu einem ganz neuen Menschsein befinden. Wir üben hier, alle miteinander. Und auch wenn es manchmal unerträglich schwer und beängstigend erscheint in unsere eigene Schattenwelt zu blicken oder die Welt im Außen im Aufruhr des Wandels zu erleben - vielleicht gelingt es uns, dem Mitgefühl die Tür weit zu öffnen - Mitgefühl angesichts der Größe des Prozesses und dem was wir noch verabschieden, lernen und integrieren dürfen.
In Liebe und Mitgefühl
Jana




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